Geschichte der LAG SELBSTHILFE

Geschichte / Entwicklung der LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg e.V.


Gründung

Seit 1987 besteht die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Baden-Württemberg e.V., die bis Herbst 2005 Hilfe für Behinderte Baden-Württemberg e.V. (LAGH) hieß. Auf ehrenamtlicher Basis wurde sie am 28. Februar 1987 in Stuttgart von 22 Vertretern gegründet, der verschiedene  Verbände chronisch kranker und behinderter Menschen angehören. Mit der baden-württembergischen LAGH sollte eine unabhängige Arbeitsgemeinschaft der Behindertenselbsthilfe entstehen, in der kleinere und größere Verbände ihren gleichberechtigten Platz nebeneinander finden.

Die LAGH verstand sich von Anfang an als ein eigenständiges sozialpolitisches Sprachrohr der Selbsthilfe. Durch die Initiative ließ sich der Erfahrungsaustausch der Mitglieder untereinander ausbauen sowie die Durchführung gemeinsamer Aktionen und die gegenseitige solidarische Unterstützung der Anliegen einzelner Vereine fördern. Gleichzeitig sollte die LAGH Baden-Württemberg als neuntes LAGH-Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte (BAGH, Düsseldorf) bundesweit politisch mitwirken und mit den Arbeitsgemeinschaften in den anderen Bundesländern eng zusammenarbeiten.

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LAG SELBSTHILFE-Vorsitzende

Als Vorsitzende der LAG SELBSTHILFE/LAGH Baden-Württemberg engagierten sich seit der Gründung:

Der damals amtierende baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel war von 1991 - 2005 Schirmherr der LAGH. Im Herbst 2005 hat Inken Oettinger die Schirmherrschaft übernommen.

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Entwicklung

Seit 1993 arbeitet die LAG SELBSTHILFE mit einer hauptamtlich besetzten Geschäftsstelle (siehe auch Organisationsstruktur). Die Zahl der Mitgliedsverbände ist bis heute auf 57 angestiegen. Damit vertritt die LAG SELBSTHILFE die Interessen von insgesamt über 60.000 Einzelpersonen.
Der Anspruch der Behindertenselbsthilfe, ihre Interessen und Bedürfnisse über die LAGH/LAG SELBSTHILFE selbstständig vertreten zu wollen, rief bei den Wohlfahrtsverbänden anfänglich Skepsis hervor. Mittlerweile ist der LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg jedoch der Nachweis gelungen, dass mit ihr eine ergänzende Struktur zu den Wohlfahrtsverbänden entstanden ist: die LAG SELBSTHILFE erweitert den Blickwinkel der Einrichtungsträger und Dienstleister um die erforderliche Sichtweise von Betroffenen und Nutzern. Denn ausgehend vom Selbsthilfegedanken erfüllt die LAG SELBSTHILFE andere Aufgaben als die vom Fürsorgegedanken bestimmten Spitzenverbände.

Als Neuling musste sich die LAGH die Anerkennung als kompetente Ansprechpartnerin in behinderten- und gesundheitspolitischen Fragen bei Behörden, in politischen Gremien und anderen Institutionen erarbeiten. Der Erfolg der LAGH/LAG SELBSTHILFE zeigt sich in ihrer Berufung als Mitglied mehrerer Beratungsgremien sowie ihrer Anhörung bei Gesetzgebungsverfahren und Fachgesprächen. Die LAG SELBSTHILFE ist ein unverzichtbares Element der sozialen Infrastruktur Baden-Württembergs. Insbesondere wird die Vernetzungs- und Bündelungsfunktion der LAG SELBSTHILFE als Initiatorin und Mitgestalterin einer von den Mitgliedsverbänden getragenen Sozialpolitik geschätzt. Das Sozialministerium Baden-Württemberg fördert daher die Arbeit der LAG SELBSTHILFE mit einem jährlichen Zuschuss aus Landesmitteln.

Ihr Selbstverständnis hat die LAG SELBSTHILFE seit ihrer Gründung unverändert beibehalten. So setzt sie sich seit über einem Jahrzehnt für die Selbstbestimmung, Selbstvertretung, Normalisierung, Integration und Teilhabe am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben sowie für die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung behinderter und chronisch kranker Menschen ein (vergleiche „Wir über uns”).

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Aktivitäten

Ein kleiner Einblick in zurückliegende Aktivitäten der LAGH/LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg:

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Förderung innovativer Selbsthilfe-Projekte

Im Jahr 2000 unterstützte die LAGH neben zahlreichen Veranstaltungen ihrer Mitgliedsverbände zwei innovative Selbsthilfe-Projekte mit einem finanziellen Zuschuss:

Auch im Jahr 2001 wird die LAGH Veranstaltungen und Projekte ihrer Verbände bei Bedarf finanziell unterstützen können.

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