Aktuelle Presseinformationen der LAG SELBSTHILFE

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Presseinformation vom 27. Februar 2010

Auch Seltene Erkrankungen brauchen eine Lobby

Vier Millionen Deutsche leiden an einer der rund 8000 unterschiedlichen chronischen Erkrankungen, die für sich genommen relativ selten sind. Darauf wiesen Selbsthilfeverbände bei einem Aktionstag zum europäischen Tag der Seltenen Erkrankungen am Samstag in der Stuttgarter Innenstadt hin. Dabei forderten die Interessenvertreter eine verbesserte medizinische Versorgung und mehr Forschung.

Stuttgart, 27. Februar. Vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Erkrankungen, die für sich genommen selten sind. Ihnen gemeinsam ist, dass ihnen in der Öffentlichkeit und im Medizinbetrieb nur geringe Aufmerksamkeit geschenkt wird. Damit sich dies ändert, rückt der europäische Tag der seltenen Erkrankungen dieses Jahr bereits zum dritten Mal das Schicksal der Betroffenen in den Fokus. Allein in Deutschland wurde der Tag in zehn Orten gleichzeitig begangen, so auch in der Stuttgarter Innenstadt.

„Ich freue mich, dass Susanne Verweyen-Mappus, die Frau unseres neuen Ministerpräsidenten, die Schirmherrschaft für diesen Tag übernommen hat und somit unsere wichtigen Anliegen unterstützt” sagte Hermann Seimetz, der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe. Der Dachverband und acht Mitgliedsverbände standen am Samstag den Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger zum Thema seltene Erkrankungen Rede und Antwort.

Die Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und zu informieren. „Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen geht man davon aus, dass es etwa 8.000 unterschiedliche seltene Erkrankungen gibt. Viele dieser Krankheiten haben verheerende Auswirkungen, nicht nur für die Patienten, sondern auch für die betroffenen Familien. Sie verursachen chronische Leiden, senken die Lebenserwartung und führen zum Teil schon im Kindes- und Jugendalter zum Tod. Diese Patienten dürfen nicht durch das Hilfenetz fallen”, so Staatssekretär Dieter Hillebrand, der Behindertenbeauftragte der Landesregierung.

Das diesjährige Motto „Patienten und Forscher – ein Band fürs Leben” verdeutlicht die zunehmende Bedeutung der Selbsthilfe bei der Zusammenarbeit mit Kliniken und Ärzten. Baden-Württemberg hat hier mit dem erst vor Kurzem gegründeten, bundesweit ersten Zentrum für Seltene Erkrankungen an der Universitätsklinik Tübingen einen Meilenstein gesetzt und eine Vorreiterrolle eingenommen. Prof. Dr. Ludger Schöls, der stellvertretende Sprecher des Zentrums, hat beim Stuttgarter Aktionstag die Zukunftsziele der Einrichtung abgesteckt und dabei ein besonderes Augenmerk auf die vielfältigen genetischen Ursachen seltener Erkrankungen gerichtet.

Bis heute ist die genaue Zahl der seltenen Erkrankungen unbekannt und wenig erforscht. Ebenso sind die Behandlungsmöglichkeiten sehr unterschiedlich. Allen gemeinsam ist jedoch, dass keine Heilung und bisher keine ursächliche Therapie möglich sind. „Die Patienten warten oft jahrelang auf eine qualifizierte Diagnose und müssen dann erfahren, dass es kaum erprobte Therapieformen für ihre Krankheit gibt”, sagt Susanne Verweyen-Mappus.

Diese Situation zu verbessern ist ein zentrales Anliegen der Allianz chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) und ihrer Schirmherrin Eva-Luise Köhler, der Ehefrau des Bundespräsidenten. Hier werden die bundesweiten Aktivitäten gebündelt und die Vernetzung auf europäischer Ebene und darüber hinaus betrieben. Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 sind der Allianz bereits über 90 Selbsthilfeorganisationen beigetreten. Die Vielzahl der Gruppierungen verdeutlicht bereits, dass „selten” in der Summe gar nicht so selten ist. Darüber hinaus kann die Erforschung seltener Erkrankungen auch einen Beitrag leisten für die Bekämpfung von Volkskrankheiten wie Koronarer Herzkrankheit, Asthma und Bronchitis, um nur einige zu nennen.

Am Stuttgarter Aktionstag waren die Selbsthilfevereine so unterschiedlicher Erkrankungen wie Arthrogryposis, Ehlers-Danlos-Syndrom, Fibromyalgie, Hereditäre Spastische Spinalparalyse (HSP), Mukoviszidose, Muskelerkrankungen, Netzhauterkrankungen, Pulmonale Hypertonie sowie Turner-Syndrom aktiv.

Weitere Informationen im Internet:

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Hinweis für die Redaktion:

Ihr Ansprechpartner bei der LAG SELBSTHILFE ist Frank Kissling

Die LAG SELBSTHILFE vertritt als Dachorganisation der baden-württembergischen Selbsthilfe 55 Verbände und damit mehr als 60.000 Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Als kompetente Ansprechpartnerin für deren Belange ist sie in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen in Politik und Verwaltung vertreten. Neben der Interessenvertretung stehen Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung ihrer Mitglieder an oberster Stelle. Mehr dazu unter www.lag-selbsthilfe-bw.de.

Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über die Zusendung eines Beleg-Exemplars.

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Presseinformation Juli 2009

Neuer Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg

Frank Kissling (41) ist neuer Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Baden-Württemberg e.V. Er trat am 1. Juli 2009 in der Stuttgarter Geschäftsstelle die Nachfolge von Alexander Zoller an.

Der Diplom-Betriebswirt (BA) bringt seine mehrjährige Erfahrung in verschiedenen leitenden Positionen im Sozial- und Gesundheitswesen in die neue Aufgabe ein. Herr Kissling lebt mit seiner Familie in Esslingen am Neckar.

Hermann Seimetz, Senator E.h. und Vorsitzender der LAG SELBSTHIFE Baden-Württemberg, schätzt sich froh, die Geschäftsstelle weiter in guten Händen zu wissen: „Wir sind uns sicher, dass Herr Kissling sich in seine neue Aufgabe sehr schnell einarbeiten und sowohl unseren Mitgliedsverbänden als auch der Politik ein kompetenter Gesprächspartner sein wird.“

Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen (LAG SELBSTHILFE) Baden-Württemberg e.V. ist der Dachverband von 57 überregionalen Verbänden der Behinderten-Selbsthilfe in Baden-Württemberg. Sie wurde 1987 gegründet und vertritt die Interessen von mehr als 60.000 Einzelpersonen.


Portrai Herr Kissling

Frank Kissling (41) ist seit 1. Juli 2009 neuer Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Baden-Württemberg e.V.

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Presseinformation vom 15.09.08

Selbsthilfe behinderter Menschen fordert unabhängige Budgetberatung und Begleitung

Vertreter der Menschen mit Behinderung sehen Nachbesserungsbedarf beim Persönlichen Budget

Stuttgart – Eine neutrale und kostenlose Budgetberatung und Begleitung für behinderte Menschen, die das Persönliche Budget in Anspruch nehmen, war am Montag zentrale Forderung von Selbsthilfevertretern aus ganz Deutschland. Auf der Tagung der Landesarbeitsgemeinschaften der Selbsthilfe und ihrer Bundesorganisation stand diese neue Leistungsform im Mittelpunkt. Seit Anfang 2008 können Menschen mit einer Behinderung an Stelle der bisherigen Sachleistungen ein Persönliches Budget wählen. Sie erhalten dafür regelmäßig einen bestimmten Geldbetrag, mit dem sie ihre benötigten Hilfen eigenverantwortlich einkaufen können. Nach Angaben der verbandlichen Selbsthilfevertreter fördere das Persönliche Budget die Selbständigkeit behinderter Menschen, denn es gibt ihnen die Möglichkeit, die benötigten Leistungen selbst auf dem sozialen Dienstleistungsmarkt einzukaufen. Mit diesem Zuwachs an Handlungsfreiheit sei aber auch die Eigenverantwortung und die Anforderungen an die persönlichen Lebenskompetenzen gestiegen. Viele Budgetnehmer, vor allem wenn sie aus dem Bereich geistige Behinderungen oder psychische Erkrankungen kommen, seien bei der Antragsstellung auf ein Persönliches Budget oder bei den Preisverhandlungen vor dem Vertragsabschluss überfordert.

Daraus resultierende Ängste sowie knapp bemessene Budgets führen nach Ansicht der Selbsthilfevertreter zu einer bislang noch zögerlichen Inanspruchnahme dieser neuen Leistungsform.

Christoph Nachtigäller, Geschäftsführer der BAG SELBSTHILFE, fasste den zentralen Nachbesserungsbedarf aus Sicht der Betroffenen zusammen: „Das Persönliche Budget darf auf keinen Fall als Sparpaket geschnürt werden, das die benötigten Hilfen unter dem Strich knapper ausfallen lässt. Die Budgetnehmer müssen daher generell an der Ermittlung ihres eigenen Hilfebedarfs beteiligt werden. Dabei dürfen einzig und allein ihre individuellen Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen und nicht die Möglichkeit zur Einsparung von Kosten bei der Hilfegewährung. Eine persönliche Beratung und Begleitung der behinderten Antragssteller, die sich ausschließlich an den Interessen behinderter Menschen orientieren muss, ist daher wichtig”. Alexander Zoller, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg, ergänzt: „Diese Aufgaben sollten von unabhängigen Organisationen aus dem Bereich der organisierten Selbsthilfe erfüllt werden, da sich diese ausschließlich dem Wohle behinderter Menschen verpflichtet sehen. Aufgrund dieser kompetenten Beistandschaft lässt sich das Vertrauen in das Persönliche Budget steigern und es kann tatsächlich zu einem Erfolgsmodell werden”.

Gerade in Baden-Württemberg liegen mehrjährige Erfahrungen mit der Beratung und Begleitung von behinderten Menschen bei der Wahrnehmung eines Persönlichen Budgets vor. Als Begleitung eines Modellversuches standen Budgetnehmern aus den Modellregionen Rems-Murr, Reutlingen und Bodenseekreis von 2002 an zwei neutrale und fachkompetente Beraterinnen zur Seite, die selbst behindert waren. Mangels Weiterförderung wurde die Budgetassistenz der LAG SELBSTHILFE Ende 2006 eingestellt. Alexander Zoller berichtet, dass bis heute noch Anfragen eintreffen, und führt weiter aus: „Das Angebot auf Beratung und Begleitung durch eine unabhängige Organisation wurde gut angenommen und von den Betroffenen geschätzt. Der Bedarf ist nach wie vor groß, mit zunehmendem Interesse an der neuen Leistungsform wird er sicherlich weiter wachsen.”

Wie Budgets für behinderte Menschen in anderen Ländern organisiert sind, verdeutlichte ein Tagungsbeitrag von „PerSaldo”, einer niederländischen Organisation von Budgetnehmern, die sich dort als kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen rund um das „Personengebundene Budget” versteht. In den Niederlanden spielen Kostengesichtspunkte nur eine untergeordnete Rolle: „Wenn ein Leben zu Hause organisiert werden kann, wird das dafür notwendige Geld zur Verfügung gestellt, ganz gleich, wie hoch es ausfällt. Trotz Einspartendenzen muss in den Niederlanden keiner aus finanziellen Gründen ins Pflegeheim”, war das Fazit von Bert Heinjen, Vertreter von PerSaldo.

Hinweis für die Redaktion:

Ihr Ansprechpartner bei der LAG SELBSTHILFE:
Alexander Zoller, Tel.: 0711 251181-22 oder
Uta Hörmann (Mo, Mi und Fr Vormittag), Tel.: 0711 251181-0.

Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über die Zusendung eines Belegexemplares.

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Presseinformation vom 18.01.08

Filmprojekt über den Alltag chronisch erkrankter und behinderter Kinder

Stuttgart - Die Schule für Kranke am Olgahospital wird gemeinsam mit der LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg einen Film über erkrankte Kinder und Jugendliche erstellen. Am Beispiel von jungen Rheumapatienten soll der Film zeigen, wie vielfältig die Belastungen bei einer chronischen Krankheit sind, welche Unterstützungsmöglich-keiten es für die Familien gibt und wie es den Schülern mit Hilfe der Schule für Kranke am Olgahospital gelingt, dass sie trotz ihres Krankenhausaufenthaltes den Anschluss in der Schule nicht verlieren. Bei der Erstellung des Filmes wirken das Rheuma-Team des Olgahospitales und Studenten der Hochschule für Medien mit.

"Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt hängt es maßgeblich von den Mitschülern ab, wie gut ein Kind sich wieder in seinen Alltag integriert.", so die Erfahrungen von Jürgen Orts, Rektor der Schule für Kranke am Olgahospital.  Der Film richtet sich daher in erster Linie an Schüler und Lehrer von allgemein bildenden Schulen. Im Idealfall kann er bereits zum neuen Schuljahrbeginn eingesetzt werden.

Finanziert wird das innovative Projekt von Prominenten, die ihre Freude am Golfspielen mit sozialem Engagement verbinden, den "Bogeys". Darunter sind frühere Fußballprofis wie Karl Allgöwer, Hermann Ohlicher, Klaus-Dieter Sieloff und Klaus Funk sowie weitere Prominenz wie der Konsul Helmut W. Schweimler oder der ehemalige Kunstradweltmeister Harry Bodmer. Zehntausend Euro brachte der Bogeys-Charity-Cup 2007 für dieses Projekt ein, den der Präsident der Bogeys und Pressesprecher der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, Klaus Sattler, jährlich veranstaltet.

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Hinweis für die Redaktion:

Ihr Ansprechpartner bei der LAG SELBSTHILFE: Alexander Zoller

Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über die Zusendung eines Belegexemplares.

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Presseinformation vom 13.10.2007

LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg feiert Jubiläum

Stuttgart - Mit Tusch, Geburtstagstorte, künstlerischen Darbietungen und vielen Gästen feierte die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen (LAG SELBSTHILFE) Baden-Württemberg am Samstag ihr 20-jähriges Bestehen. Im Forum der Stuttgarter Landesbank BW fanden sich fast 150 Mitglieder und Wegbegleiter zusammen, um die landesweite Dachorganisation der organisierten Selbsthilfe gebührend zu ehren.

Begleitendend zu den Vorträgen präsentierten behinderte und nicht behinderte Künstler ein Rahmenprogramm aus Musik und Improvisationstheater. Die Gäste lauschten den Tönen des Hornes, in das der Contergan geschädigte Matthias Berg blies, sie entspannten sich zur klassischen Musik von Jörg Beyerlin, der mit seiner Lernbehinderung die Werke ohne Noten, ganz aus dem Gedächtnis heraus vortrug und lachten mit der "Wilden Bühne", die das Thema Behinderung spontan in ihren Theaterstücken umsetzte. Höhepunkt der Feier war eine Geburtstagstorte, die Inken Oettinger als Schirmherrin zusammen mit Hermann Seimetz, dem Vorsitzenden der LAG SELBSTHILFE, anschnitt.

Zuvor erläuterte Seimetz zukünftige Themenschwerpunkte bei der Interessenvertretung behinderter und chronisch kranker Menschen. Diese sieht er zum einen bei der Pflege behinderter Menschen: "Die Pflege eines älteren Menschen beispielsweise mit Down-Syndrom erfordert besonderes Know-how in der Altenhilfe, die von den einschlägigen Professionen erst noch erarbeitet werden muss." Zum anderen wirke sich die Globalisierung auch auf Menschen mit einer Behinderung aus, so Seimetz weiter. "Während einerseits Werkstätten für behinderte Menschen mit Dumping-Angeboten aus Osteuropa oder China konkurrieren müssen, gewinnt andererseits internationales Recht immer mehr an Bedeutung wie die Antidiskriminierungsrichtlinien der EU, die sich im Allgemeinen Gleichbehandlungs-Gesetz niederschlugen".

Die ehemaligen, langjährigen Vorsitzenden Dr. Friedhelm Repnik, heute Geschäftsführer der Toto-Lotto GmbH, und Horst Mehl, Bundesvorsitzender des Mukoviszidose-Selbsthilfeverbandes, gaben einen Rückblick über die Meilensteine der Verbandsgeschichte. Dazu zählten unter anderem die Forderung nach einem Landes-Behindertengleichstellungsgesetzes sowie die Modellprojekte für eine unabhängige Patientenberatung und für eine Budgetassistenz zum Persönlichen Budget für Menschen mit einer Behinderung.

Text ohne Überschriften: 2.410 Zeichen

Hinweis für die Redaktion:

Ihre Ansprechpartner bei der LAG SELBSTHILFE:
Uta Hörmann, Tel: 0711/251181-0, (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit) oder
Alexander Zoller (Geschäftsführung), Tel.: 0711/251181-22.

Die LAG SELBSTHILFE (ehemals LAGH) vertritt als Dachorganisation der baden-württembergischen Selbsthilfe 53 Verbände und damit mehr als 60.000 Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Als kompetenter Ansprechpartner für die ihre Belange ist sie in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen in Politik und Verwaltung vertreten. Neben der Interessenvertretung stehen Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung ihrer Mitglieder an oberster Stelle.
Mehr dazu unter www.lag-selbsthilfe-bw.de.

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Presseinformation vom 13.10.2007

Zwanzig Jahre organisierte Selbsthilfe in Baden-Württemberg

LAG SELBSTHILFE feiert Jubiläum

Stuttgart - Über Selbsthilfegruppen und ihre Aktivitäten gibt es in der Öffentlichkeit sehr konkrete Vorstellungen. Dass viele von ihnen in eine feste Struktur eingebunden und landesweit in einem Dachverband organisiert sind, ist weniger bekannt. Das ist die langjährige Erfahrung der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen (LAG SELBSTHILFE) Baden-Württemberg. Als Dachverband der organisierten Selbsthilfe vertritt sie seit zwanzig Jahren behinderte und chronisch kranke Menschen und deren Angehörige in allen gemeinsamen Belangen gegenüber Politik, Verwaltung und Ansprechpartnern aus dem Gesundheitswesen.

Behinderte und chronisch kranke Menschen verfolgen über die LAG SELBSTHILFE ihre Ziele von mehr Selbstbestimmung sowie Integration und Teilhabe in unserer Gesellschaft. Meilensteine waren dabei die Forderung nach einem Landes-Behindertengleichstellungsgesetz sowie die Modellprojekte für eine unabhängige Patientenberatung und für eine Budgetassistenz zum Persönlichen Budget für Menschen mit einer Behinderung.

Hermann Seimetz, Vorsitzender der LAG SELBSTHILFE, sieht zukünftige Themenschwerpunkte für den Dachverband zum einen bei der Pflege behinderter Menschen: "Die Pflege eines älteren Menschen beispielsweise mit Down-Syndrom erfordert besonderes Know-how in der Altenhilfe, die von den einschlägigen Professionen erst noch erarbeitet werden muss." Zum anderen wirke sich die Globalisierung auch auf Menschen mit einer Behinderung aus, so Seimetz weiter. "Während einerseits Werkstätten für behinderte Menschen mit Dumping-Angeboten aus Osteuropa oder China konkurrieren müssen, gewinnt andererseits internationales Recht immer mehr an Bedeutung wie die Antidiskriminierungsrichtlinien der EU, die sich im Allgemeinen Gleichbehandlungs-Gesetz niederschlugen".

Ungefähr jeder zehnte schwerbehinderte Mensch in Baden-Württemberg gehört schätzungsweise einer Selbsthilfegruppe an, so eine Freiburger Studie aus dem Jahr 2000. Zwar sind nicht alle Gruppen und ihre Verbände in der LAG SELBSTHILFE miteinander verbunden, doch der Organisationsgrad wächst: Sie wurde 1987 von Vertretern aus 22 Verbänden gegründet und umfasst mittlerweile 53 Landesverbände unterschiedlichster Behinderung und chronischer Erkrankung.

Text ohne Überschriften: 2.245 Zeichen

Hinweis für die Redaktion:

Ihre Ansprechpartner bei der LAG SELBSTHILFE:
Uta Hörmann, Tel: 0711/251181-0, (Referentin für Öffentlichkeitsarbeit) oder
Alexander Zoller (Geschäftsführung), Tel.: 0711/251181-22.

Die LAG SELBSTHILFE (ehemals LAGH) vertritt als Dachorganisation der baden-württembergischen Selbsthilfe 53 Verbände und damit mehr als 60.000 Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Als kompetenter Ansprechpartner für die ihre Belange ist sie in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen in Politik und Verwaltung vertreten. Neben der Interessenvertretung stehen Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung ihrer Mitglieder an oberster Stelle.
Mehr dazu unter www.lag-selbsthilfe-bw.de.

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Presseinformation vom 04.05.2007

Selbsthilfeorganisationen stärken behinderte und chronisch kranke Menschen

Selbsthilfeverbände als kompetente Anlaufstelle auf der REHAB 2007

Es kommt meist wie aus heiterem Himmel - die Diagnose einer chronischen Erkrankung, ein Unfall mit bleibenden Schäden oder etwa die Mitteilung, dass das eigene Kind mit einer Behinderung leben wird. Hilflosigkeit und das Gefühl, mit der Beeinträchtigung und dem neuen, beschwerlichen Alltag alleine zu sein, machen sich breit. Was tun? An wen kann man sich wenden? Und wer kann überhaupt ein echtes Verständnis für diese neue Situation aufbringen? Behinderte oder chronisch kranke Menschen und ihre Angehörige finden dann ein offenes Ohr in Selbsthilfegruppen. In einer solchen Gruppe lernen sie, mit der veränderten Situation besser zurecht zu kommen und profitieren von den Erfahrungen anderer Betroffener. Sie erhalten umfassende Informationen über neue Hilfsmittel, Therapien, Forschungsergebnisse, Spezialärzte oder -kliniken. Im Verbund mit Anderen, denen es genauso geht, können sie so einen aktiven Beitrag dazu leisten, ihre individuelle Lebenssituation, aber auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für ein Leben mit einer Behinderung bzw. chronischen Erkrankung zu verbessern.

Auf der Messe REHAB 2007 in Karlsruhe finden behinderte und chronisch kranke Menschen und ihre Angehörige vom 10.-12. Mai in Halle 2 (Stand-Nr. M15/N14) kompetente Ansprechpartner. Organisationen der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe präsentieren sich unter dem Dach der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen (LAG SELBSTHILFE) Baden-Württemberg. Die "Experten in eigener Sache" geben hilfreiche Informationen, benennen Kontaktpersonen vor Ort und laden zu einem Erfahrungsaustausch ein.

Anzutreffen sind Verbände der Kehlkopflosen und der Contergangeschädigten, der Interessengemeinschaft Arthrogryposis und die Deutsche Parkinson Vereinigung. Zudem informieren Betroffene von Muskelerkrankungen, Spätfolgen der Kinderlähmung, Schlaganfall mit Sprachverlust, Lungenhochdruck, Schlafkrankheit, Erkrankungen des zentralen Nervensystems und Menschen mit so genannten Glasknochen. Adressen der Verbände, eine Beschreibung des Krankheitsbildes sowie Ansprechpartner gibt es auch unter www.lag-selbsthilfe-bw.de.

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Hinweis für die Redaktion:

Ihre Ansprechpartnerinnen bei der LAG SELBSTHILFE:
Frau Silberer, Mo-Do Nachmittag und
Frau Hörmann, Mo ,Mi und Fr Vormittag (0711/251181-0).

Die LAG SELBSTHILFE (ehemals LAGH) vertritt als Dachorganisation der baden-württembergischen Selbsthilfe 53 Verbände und damit mehr als 60.000 Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Als kompetenter Ansprechpartner für deren Belange ist sie in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen in Politik und Verwaltung vertreten. Neben der Interessenvertretung stehen Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung ihrer Mitglieder an oberster Stelle. Mehr dazu unter www.lag-selbsthilfe-bw.de  

Im Falle einer Veröffentlichung freuen wir uns über die Zusendung eines Belegexemplares.

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Presseinformation vom 27.12.06

Aus für Budgetassistenz der LAG SELBSTHILFE

Beratungsangebot rund um das Persönliche Budget für behinderte Menschen zum Jahresende eingestellt

Stuttgart - Die Budgetassistenz der LAG SELBSTHILFE Baden-Württemberg e.V. endet am 31.12.2006. Damit werden die Anlaufstellen in Stuttgart, Reutlingen und Weingarten geschlossen, in denen behinderte Menschen, die ein selbstbestimmtes Leben mit der Leistungsform "Persönliches Budget" führen wollen, eine unabhängige und kostenlose Beratung und Begleitung erhielten.

Die Budgetassistenz der LAG SELBSTHILFE wurde zusammen mit dem Modellprojekt "Persönliches Budget in Baden-Württemberg" ins Leben gerufen. Nach Ende des Modellprojektes im September 2005 konnten die beiden Budgetassistentinnen trotz intensiver Suche nach langfristigen Finanzierungsmöglichkeiten nur noch bis Ende 2006 weiter beschäftigt werden. Hilfe suchende Budgetnehmer sollen sich zukünftig an die Sozialämter vor Ort oder die Gemeinsamen Servicestellen der Deutschen Rentenversicherung wenden.

Das Persönliche Budget ist eine Leistungsform für behinderte Menschen, bei der sie statt der bisherigen Sachleistungen ein Budget in einer festgelegten Höhe erhalten, über das sie dann eigenverantwortlich verfügen können. Dienstleistungen werden je nach Bedarf selbst eingekauft, für viele behinderte Menschen ein wichtiger Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung. Das Persönliche Budget ist somit kein zusätzliches Geld für behinderte Menschen, sondern lediglich ein Wechsel in der Leistungsform. Seit Juli 2004 können Menschen mit Behinderungen bundesweit ein Persönliches Budget als eine Ermessensleistung des Leistungserbringers beantragen, ab 2008 ist es im Sozialgesetz mit einem Rechtsanspruch festgeschrieben.

Text ohne Überschriften: 1.580 Zeichen

Hinweis für die Redaktion:

Ihr Ansprechpartner bei der LAG SELBSTHILFE: Alexander Zoller Tel: 0711/251181-0

Die LAG SELBSTHILFE (ehemals LAGH) vertritt als Dachorganisation der baden-württembergischen Selbsthilfe 50 Verbände und damit mehr als 60.000 Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Als kompetenter Ansprechpartner für die ihre Belange ist sie in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen in Politik und Verwaltung vertreten. Neben der Interessenvertretung stehen Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung ihrer Mitglieder an oberster Stelle.

Mehr dazu unter www.lag-selbsthilfe-bw.de .

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Presseinformation vom 29.09.06

Staffelübergabe bei der LAG SELBSTHILFE

Selbsthilfedachverband bekommt neue Geschäftsführung

Stuttgart - Bei der LAG SELBSTHILFE behinderter Menschen (LAG SELBSTHILFE) Baden-Württemberg übernimmt der 39-jährige Alexander Zoller zum 1. Oktober die Geschäfte. Der gelernte Verwaltungswirt und Sozialarbeiter bringt ehren- und hauptamtliche Erfahrungen aus verschiedenen sozialen Organisationen, unter anderem in der Behindertenhilfe ein. Zuletzt war er Geschäftsführer beim SKM Katholischer Verein für soziale Dienste in Memmingen.

Alexander ZollerAlexander Zoller tritt kein leichtes Erbe an: Er löst nach acht Jahren Irene Kolb-Specht in der Geschäftsstelle des Selbsthilfedachverbands ab. Ihre Arbeit war geprägt von konsequentem und engagiertem Einbringen der Anliegen und Sichtweisen behinderter Menschen in die Politik sowie in viele Gremien im Gesundheitswesen. Der Anstoß und die kritische Begleitung hin zu einem Landesbehindertengleichstellungsgesetz und die Federführung bei der Umsetzung einer Patientenbeteiligung nach dem neuen Sozialgesetzbuch sind nur einige Beispiele. In der unabhängigen Beratung durch die LAG SELBSTHILFE, die von Patienten und von Behinderung betroffenen Menschen selbst getragen wird, brachte sie Projekte wie eine Patientenberatungsstelle oder die Budgetassistenz zum Persönlichen Budget für behinderte Menschen auf den Weg.

Text ohne Überschriften: 1.251 Zeichen

Hinweis für die Redaktion:

Ihre Ansprechpartner bei der LAGH: Uta Hörmann oder Alexander Zoller, Tel: 0711/251181-0

Die LAG SELBSTHILFE (ehemals LAGH) vertritt als Dachorganisation der baden-württembergischen Selbsthilfe 53 Verbände und damit mehr als 60.000 Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Als kompetenter Ansprechpartner für ihre Belange ist sie in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen auf Landesebene vertreten. Neben der Interessenvertretung stehen Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung ihrer Mitglieder an oberster Stelle.

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Presseinformation vom 27.07.2006

Eine Gesellschaft für alle – auch für behinderte Menschen!

Behinderte Menschen formulieren ihre Erwartungen an die Landespolitik –
mehr als tausend Wünsche und Forderungen

Stuttgart - Die LAG SELBSTHILFE, Selbsthilfe-Dachverband, hatte in einer Mitgliederbefragung behinderte und chronisch kranke Menschen dazu aufgerufen, ihre Vorstellungen über die Ausgestaltung sozialer Teilhabe und Integration "im Ländle" zu formulieren. Am Donnerstag übergab sie die Ergebnisse aus mehr als tausend Einzelforderungen den Fraktionen im Landtag. Zudem erhält jeder Abgeordnete die gesammelten Antworten zu einem breiten Themenspektrum - von der Integration im Kindergarten über die Pflege und Versorgung im Alter bis hin zu Verbesserungen im Landesbehindertengleichstellungsgesetz.

" Das Gleichstellungsgesetz ist seit einem Jahr in Kraft und es soll in dieser Legislaturperiode auf den Prüfstand - für uns ist das eine begrüßenswerte und notwendige Maßnahme", sagte Hermann Seimetz, Vorsitzender der LAG SELBSTHILFE bei der Übergabe. "Menschen mit einer Behinderung halten es für unerlässlich, endlich Behindertenbeauftragte auf kommunaler Ebenegesetzlich zu verankern. Ebenso müssen Vorschriften für eine barrierefreie Kommunikation auch für Kommunalbehörden gelten. Es ist beispielsweise unerträglich, dass mangels einer barrierefreien Website viele blinde und sehbehinderte Menschen von den Erleichterungen des Internet ausgeschlossen werden, Formulare online auszufüllen, und der Gang zum Amt nach wie vor erforderlich ist."

Zudem befürchtet der Selbsthilfedachverband, dass durch die Föderalismusreform die bisherige Koppelung von Bundeszuschüssen an die Barrierefreiheit von Bauvorhaben beim öffentlichen Personennahverkehr entfällt. "Wenn sich zudem Entbürokratisierungen bei der geplanten Novellierung der Landesbauordnung im Herbst so auswirken, dass bestimmte Bauvorhaben genehmigungsfrei werden und somit die Verpflichtung zur Barrierefreiheit nicht mehr explizit geprüft wird, ist das eindeutig ein Schritt in die falsche Richtung. Für uns wäre dies unakzeptabel und völlig unverständlich, besonders da die neue Landesregierung in der Koalitionsvereinbarung angekündigt hat, stärker auf die Erfordernisse des demographischen Wandels einzugehen. Mehr ältere Menschen im Land heißt eben auch mehr Beeinträchtigungen in der Mobilität, das muss die Politik entsprechend berücksichtigen!" forderte Georg Fitzi, der als kleinwüchsiger Mensch aus eigener Erfahrung weiß, wie notwendig, aber auch vielschichtig Barrierefreiheit ist.

Ein in der Befragung häufig genanntes Anliegen behinderter Menschen ist die Integration und soziale Teilhabe in allen Lebenssituationen. Sie wollen in die Gesellschaft mit eingeschlossen, nicht ausgeschlossen werden. Eltern behinderter und chronisch kranker Kinder sehen die Integration in Regelkindergarten und -schule, wo gewünscht, als ein Muss. Daher sollten Diagnoseverfahren zur Schulreife in eine gezielte Förderung münden, die es möglichst vielen Kindern mit Entwicklungsverzögerungen ermöglicht, Regeleinrichtungen zu besuchen und einer frühzeitigen Aussonderung entgegenwirkt, forderte die LAG SELBSTHILFE.

Text ohne Überschriften: 2.974 Zeichen

Hinweis für die Redaktion:
Ihr Ansprechpartner bei der LAGH: Uta Hörmann oder Irene Kolb-Specht, Tel: 0711/251181-0 .

Die LAG SELBSTHILFE (ehemals LAGH) vertritt als Dachorganisation der baden-württembergischen Selbsthilfe 52 Verbände und damit mehr als 60.000 Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Als kompetenter Ansprechpartner für ihre Belange ist sie in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen auf Landesebene vertreten. Neben der Interessenvertretung stehen Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung ihrer Mitglieder an oberster Stelle. Mehr dazu unter www.lag-selbsthilfe-bw.de.

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Pressemitteilung vom 26.06.2006

Beratung zum Persönlichen Budget
für behinderte Menschen geht weiter

Fortsetzung der kostenlosen Budgetassistenz jedoch nur bis Ende 2006 gesichert

Stuttgart - Seit zwei Jahren können in Baden-Württemberg Menschen mit einer Behinderung, die sich für ein Persönliches Budget interessieren, die Beratung und Begleitung einer Budgetassistenz in Anspruch nehmen. Ein persönliches Budget ist ein monatlich ausbezahltes Geld, mit dem sich behinderte Menschen die Hilfen, die sie brauchen, selbst einkaufen können statt wie bisher als Sachleitungen zu erhalten. Beim Wechsel dieser Leistungsform unterstützt die Budgetassistenz der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE. Wegen unsicherer Finanzierung stand das bundesweit einmalige Beratungsangebot mit Ablauf der Modellphase zum 30. Juni vor seinem Aus, nun kann es zumindest bis Ende 2006 aufrecht erhalten werden.

Zunächst auf die drei Modellregionen Reutlingen, Rems-Murr-Kreis und den Bodenseekreis beschränkt, weitete die Budgetassistenz ihr kostenloses Angebot bald auf das ganze Land aus, da behinderte Menschen diese Leistungsform seit dem 01. Juli 2004 bundesweit beantragen können. Die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann und wo sie ihre Hilfen für Wohnen, Fahrdienst, Assistenz usw. einkaufen, haben immer mehr Menschen mit Behinderung in Anspruch genommen. Bis Ende März 2006 berieten zwei Budgetassistentinnen fast 200 Interessenten, für Viele folgte daraus ein selbst bestimmtes Leben in mehr Eigenverantwortung.

Damit die Beratung nur den Bedürfnissen der Budgetnehmer verpflichtet ist, fand man in der Landearbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE einen unabhängigen Träger. Deren Geschäftsführerin, Irene Kolb-Specht, sieht nun den Fortbestand der Budgetassistenz über das Jahr 2006 hinaus gefährdet: „Wir wissen noch nicht, ob wir die Beratung im nächsten Jahr fortsetzen können, und das, obwohl wir einen festen Kreis von Budgetnehmern haben, die auf diese Begleitung angewiesen sind. Zudem werden sich mit dem gesetzlichen Anspruch ab 2008 immer mehr Menschen mit einer Behinderung für ein Persönliches Budget entscheiden. Unser Angebot hat sich vielfach bewährt und muss unbedingt erhalten bleiben, wir benötigen dringend verlässliche Förderzusagen und eindeutige Rechtsgrundlagen. Hier sehen wir vor allem die Politik und die Kostenträger in der Pflicht, die den Wechsel in der Behindertenhilfe von stationären hin zu ambulanten Leistungen seit Jahren einfordern.”

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Hinweis für die Redaktion:

Ihr Ansprechpartner bei der LAGH: Uta Hörmann oder Irene Kolb-Specht, Tel: 0711 251181-0 oder Cornelia Elser, Tel.: 0711 251181-23

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Beitrag für bwWoche vom 24.05.2006

„Ein Thema - vier Meinungen / Antidiskriminierungsgesetz”

Gerade behinderte Menschen stoßen im Alltag immer wieder auf Vorurteile und Diskriminierung. Daher ist die Umsetzung der EU-Richtlinien keine überflüssige Erhöhung der Regelungsdichte, sondern eine schlichte Notwendigkeit, um Menschen mit Behinderung im privaten Bereich besonders bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen vor Benachteiligungen zu schützen. Hierzu brauchen wir ein wirksames Gesetz mit klaren Begrifflichkeiten und empfindlichen Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen, eine weitere Eingrenzung der Ausnahmen und ein eigenständiges Klagerecht für Behindertenverbände. Der jetzt gefundene Kompromiss im Bundesrat sollte deshalb auf keinen Fall verwässert werden oder gar scheitern!

Irene Kolb-Specht,
LAG SELBSTHILFE behinderter Menschen Baden-Württemberg e.V.

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Hinweis für die Redaktion:

Ihr Ansprechpartner bei der LAG SELBSTHILFE: Irene Kolb-Specht, Tel: 0711/251181-0

Die LAG SELBSTHILFE (ehemals LAGH) vertritt als Dachorganisation der baden-württembergischen Selbsthilfe 50 Verbände und damit mehr als 60.000 Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Als kompetenter Ansprechpartner für die ihre Belange ist sie in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen in Politik und Verwaltung vertreten. Neben der Interessenvertretung stehen Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung ihrer Mitglieder an oberster Stelle. Mehr dazu unter www.lag-selbsthilfe-bw.de

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Presseinformation vom 26.05.06

„Soziale Teilhabe – wir bleiben am Ball”

Menschen mit Behinderung formulieren ihre Erwartungen an die neu gewählten Landtagsabgeordneten

Stuttgart - Die LAG SELBSTHILFE ruft behinderte Menschen in Baden-Württemberg auf, ihre Vorstellungen über die Ausgestaltung sozialer Teilhabe und Integration im "Ländle" zu formulieren. Die LAG SELBSTHILFE als Selbsthilfedachverband behinderter und chronisch kranker Menschen wird alle Antworten sammeln und den neu gewählten Abgeordneten nach der Konstituierung des Landtags im Juni übergeben. Irene Kolb-Specht, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE, ermuntert die Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung und ihre Angehörigen zu einer Beteiligung: "Zeigen Sie, welche Gedanken Sie sich zur Zukunft behinderter Menschen in dieser Gesellschaft machen! Nützen Sie diese Plattform, um sich bei den neuen Landtagsabgeordneten Gehör zu verschaffen und ihnen zu Beginn der Legislaturperiode ihre Vorstellungen und Anliegen eindringlich mitzuteilen!" Die Forderungen, Wünsche oder Visionen sollten bis zum 14. Mai eingegangen sein bei der: LAG SELBSTHILFE behinderter Menschen Baden-Württemberg e.V., Rotebühlstr. 133, 70197 Stuttgart, Fax: 0711/251181-1 oder über www.lag-selbsthilfe-bw.de

Mit dieser Aktion gibt die LAG SELBSTHILFE behinderten Menschen auch nach der Landtagswahl eine Stimme, die gehört wird. Der Befragungszeitraum Anfang Mai ist kein Zufall: Am 5. Mai findet alljährlich der europaweite Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen statt. Aktion Mensch als Koordinator der bundesweiten Aktionen wählte für dieses Jahr das Motto: „Soziale Teilhabe – wir bleiben am Ball” und greift damit die derzeitige Begeisterung rund um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auf. In vielen der Aktionen kommt ein modifiziertes „Tipp-Kick-Spiel” zum Einsatz, das den Spaß am Fußball mit Begriffen wie „Teilhabe”, „Solidarität” und „Verantwortung” usw. verbindet und symbolisieren soll, dass der gesellschaftliche Wandel nur gemeinsam und im fairen Miteinander bewältigt werden kann.
Inhaltlich ist der diesjährige Protesttag in die neue Kampagne der Aktion Mensch „Die Gesellschafter” eingebettet. Kern dieser Kampagne ist eine breit angelegte Debatte darüber, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Bürgerinnen und Bürger sollen das künftige Zusammenleben aktiv mitgestalten und sich auf gemeinsame Werte verständigen.

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Hinweis für die Redaktion:

Ihr Ansprechpartner bei der LAGH: Uta Hörmann oder Irene Kolb-Specht, Tel: 0711/251181-0

Die LAG SELBSTHILFE (ehemals LAGH) vertritt als Dachorganisation der baden-württembergischen Selbsthilfe 50 Verbände und damit mehr als 60.000 Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Als kompetenter Ansprechpartner für ihre Belange ist sie in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen auf Landesebene vertreten. Neben der Interessenvertretung stehen Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung ihrer Mitglieder an oberster Stelle. Mehr dazu unter www.lag-selbsthilfe-bw.de.

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Presseinformation vom 20.03.2006

Landtagswahl 2006 –
Was behinderten Menschen unter den Nägeln brennt …

LAG SELBTHILFE fordert klare Positionen der Landtagsfraktionen zu aktuellen behindertenpolitische Themen ein. Unterschiedliche Vorstellungen über Zukunft des „Persönlichen Budgets” für behinderte Menschen

Stuttgart - Die LAG SELBTHILFE hat als Vertretung behinderter und chronisch kranker Menschen die Landtagsfraktionen vor der Wahl aufgefordert, zu aktuellen behindertenpolitischen Fragen für die kommende Wahlperiode Stellung zu beziehen. Wichtige Themen sind dabei eine ausreichende und verlässliche Selbsthilfeförderung, Nachbesserungen beim Landesbehindertengleich-stellungsgesetz und Konzepte zur einer integrativen Erziehung und Bildung. Zudem habe die Verwaltungsreform 2005 mit der Verlagerung der Behindertenhilfe auf die Kommunen und dem Vorzug ambulanter Hilfen zu einer Zersplitterung der Fachkompetenz und Versorgung "nach Kassenlage" geführt, deren Beseitigung angemahnt wurde. In einer immer älter werdenden Gesellschaft nimmt der Bedarf an häuslicher Pflege, besonders von demenzerkrankten Menschen, zu. Die LAG SELBSTHILFE fragte daher nach Konzepten, um pflegende Angehörige zu entlasten.
Die vollständigen Antworten der Fraktionen finden Sie hier.

Derzeit ebenso ungewiss ist die zukünftige Ausgestaltung und Akzeptanz des Persönlichen Budgets für Menschen mit Behinderung. Mit diesem Budget erhalten behinderte Menschen für eine größere Selbstbestimmung und Eigenverantwortung anstelle der bisherigen Sachleistungen einen bestimmten Geldbetrag, sodass sie notwendige Hilfen selbst einkaufen können. Momentan ist dies noch eine Ermessensleistung, ab 2008 hat jeder Mensch mit einer Behinderung einen Rechtsanspruch auf diese Leistungsform. Die LAG SELBSTHILFE interessierte daher die Vorhaben der Parteien, „damit das Persönliche Budget in Zukunft von mehr Beteiligten unabhängig von Art und Schwere der Behinderung akzeptiert wird und wie die notwendigen Unterstützungsangebote vor Ort gestaltet werden". Derzeit bietet die LAG SELBTHILFE eine Budgetassistenz für alle Interessenten an.

Eine flächendeckende Umsetzung des Persönlichen Budgets hielten alle Parteien für erforderlich. Während die CDU dies mit einer intensiven Werbung bei allen Beteiligten und Fortbildung bei den Leistungsträgern lösen will, setzt die FDP vor allem auf die Arbeit der Budgetassistenz.

Die Grünen gehen noch weiter - für sie bedarf es Änderungen im Leistungsrecht und  - ebenso wie für die FDP - einer stärkeren Förderung ambulanter Leistungen.

Auch bei den Unterstützungsangeboten für die Budgetnehmer gehen die Vorstellungen auseinander: Die CDU sieht hier verschiedene Stellen geeignet, vor allem aber die Rehabilitationsträger in der Pflicht. Besonders für die Grünen ist eine unabhängige Beratung behinderter Menschen durch die Selbsthilfe- und Behindertenverbände zentral, die aus Landesmitteln finanziert werden müsste. Eine Landesbeteiligung für das Beratungsangebot sieht auch die SPD vor, die eine Ausweitung des Angebotes jedoch erst nach einer Erprobungsphase ab 2008 befürwortet.

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Hinweis für die Redaktion:
Ihr Ansprechpartner bei der LAGH: Irene Kolb-Specht, Tel: 0711/251181-0

Die LAG SELBTHILFE (ehemals LAGH) vertritt als Dachorganisation der baden-württembergischen Selbsthilfe 50 Verbände und damit mehr als 60.000 Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Erkrankung. Als kompetenter Ansprechpartner für die ihre Belange ist sie in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen in Politik und Verwaltung vertreten. Neben der Interessenvertretung stehen Öffentlichkeitsarbeit und die Unterstützung ihrer Mitglieder an oberster Stelle. Mehr dazu unter www.lag-selbsthilfe-bw.de.

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Gemeinsame Presseinformation (Stuttgart, 28.12.2005)

Aktion „Mehr Lebensqualität mit Selbsthilfegruppen” will Menschen für Selbsthilfe gewinnen

Eine große Gemeinschaftsaktion für mehr Zulauf zur Selbsthilfe haben der Landesapothekerverband Baden-Württemberg e. V., die Landesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte (LAGH) und die Ersatzkassen in Baden-Württemberg auf den Weg gebracht. Ab Januar liegen in allen ca. 2500 Apotheken des Landes Baden-Württemberg Flyer mit Kontaktadressen aus. Eine begleitende Plakataktion weist zusätzlich auf die Informationsbroschüre hin. Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, Betroffenen in einem neutralen Umfeld Informationen und Anlaufadressen zu bieten und ihnen somit den Zugang zu Selbsthilfegruppen aufzuzeigen.

Denn: Was tun, wenn Menschen von einer chronischen Erkrankung erfahren und nicht wissen, wie sie damit fertig werden sollen? Oder wenn Betroffene über medizinische Erkenntnisse und Therapien zur eigenen Erkrankung immer auf dem neuesten Stand sein möchten? Wo finden Menschen persönliche Hilfestellungen, wenn sie plötzlich mit einer Behinderung leben müssen und den Austausch mit anderen suchen, die im Alltag bereits damit zurecht kommen? Wo treffen sich zum Beispiel Angehörige von Alzheimer-Erkrankten, die selbst Trost und Verständnis brauchen? Hier hilft der soeben erschienene Flyer weiter.

Inken Oettinger, die Frau des baden-württembergischen Ministerpräsidenten, ist als Schirmherrin der Landesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte Baden-Württemberg e. V. aktive Mitstreiterin. Die ersten Plakate hat sie in einer Apotheke persönlich angebracht. Sie empfiehlt die Selbsthilfe für alle Betroffenen: „Behinderte und chronisch kranke Menschen in der Selbsthilfe sind kompetent aus eigener Erfahrung und informieren daher verständlich und lebensnah, geben Rat und Hilfe. Die organisierte Selbsthilfe ist zudem eine unabhängige Lobby für Patienten in Öffentlichkeit und Politik. Also - machen auch Sie mit!"

Der Flyer mit dem Titel „Mehr Lebensqualität mit Selbsthilfegruppen” enthält neben einer kurzen Information über den Nutzen der Selbsthilfe sämtliche Anschriften, Telefonnummern und Homepages der LAGH-Mitgliedsverbände im Land und darüber hinaus bundesweiter Anlaufstellen. Der Flyer will dazu beitragen, Behinderung und chronische Krankheit zu enttabuisieren. Betroffenen soll der Zugang zur Selbsthilfe nicht nur ermöglicht, sondern auch erleichtert werden, indem man chronisch kranke und behinderte Menschen dort anspricht, wo sie regelmäßig hingehen, nämlich in den Apotheken und Geschäftsstellen der Ersatzkassen in ganz Baden-Württemberg.

Hinweise für die Redaktion:

Downloads Texte und Bildmaterial

 

Präsentation des Aktionsplakats durch Imken Oettinger und Apotheker Christoph Gulde Inken Oettinger verteilt den Aktionsflyer

Schirmherrin Inken Oettinger im Gespräch mit einem Patienten Schirmherrin Inken Oettinger und Apotheker Christoph Gulde mit seinem Team

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Weiteres Hintergrundmaterial zu dieser Meldung finden Sie auf der Website des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg e. V..

Rückfragen und Interviews

Ihre Interviewwünsche und Rückfragen richten Sie  bitte an folgende Ansprechpartner/innen:

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